JAPANISCHE SCHRIFTZEICHEN
... Kanji genannt...
Entstehung der japanischen Schrift
Für den Japan Interessierten hier ein kleiner Exkurs über die Entstehung der japanischen Schriftzeichen...
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Im Gegensatz zum Deutschen verwendet das Japanische nicht nur ein System von Schrifzeichen, sondern gleich mehrere. Da gibt es zunächst einmal die Kana-Zeichen, die wiederum in die relativ einfachen Katakana und die vergleichbaren, aber etwas komplizierteren Hiragana unterteilt werden. Das dritte Schriftsystem bilden die äußerst komplizierten Kanji. Im Grunde genommen gibt es noch ein viertes System, nämlich die Romanji, was nichts anderes ist als unser gewohntes römisches Alphabet.
Wichtig zum Verständnis der japanischen Schrift ist, daß es sich bei diesen Zeichen nicht um eine Lautschrift (wie bei unseren römischen Zeichen), sondern um eine Silbenschrift handelt.
Kanji sind ausgesprochen schwierig zu lernen (wenn man nicht gerade Japanologie studiert hat). Sie stammen direkt aus dem chinesischen Schriftsystem ab und bestehen aus Kombinationen von bis zu 23 Strichen. Es gibt Tausende verschiedene Zeichen, und selbst viele Japaner können nicht alle davon lesen.
Kanji werden im Alltagsgebrauch in vielen Texten verwendet (meistens in Kombination mit Hiragana) und kommen auch in Namen vor.
Hiragana bilden die Ergänzung zu Texten, in denen Kanji vorkommen, können aber auch für sich alleine stehen. Für benachbarte Kanji haben sie auch oft erklärende Wirkung (weil, wie gesagt, nicht jeder Japaner jedes Kanji-Zeichen kennt). Außerdem benutzt man diese Zeichen in Japan als "Handschrift", z. B. beim Verfassen von Briefen oder handschriftlichen Mitteilungen.
Es gibt insgesamt 47 Hiragana, also ebensoviele wie Katakana.
Katakana sind von der Organisation her den Hiragana sehr ähnlich, allerdings weniger komplex als diese und daher auch für nicht-Japaner sehr einfach zu erlernen. Jedes Zeichen steht für eine Silbe, die sich meistens aus einem Konsonant und einem nachfolgenden Vokal zusammensetzt. Alle fünf Vokale kommen jedoch auch alleine als einzelne Silbe vor. Der einzige Konsonant, der im Japanischen ohne begleitendes Vokal existiert, ist das "n". Einige Zeichen des Katakana können zusätzlich mit zwei Strichen am rechten oberen Ende geschrieben werden (ein Weichheitszeichen, das aus der Silbe "ta" ein "da" macht) oder aber mit einem kleinen Kreis (oder Punkt) an der gleichen Stelle, der als Verhärtung wirkt (aus "ba" wird dadurch "pa"). Wenn man diese lautmalerisch veränderten Kana hinzuzählt, kommt man insgesamt auf 72 Zeichen. Hinzu kommt die Vokaldehnung, ein langer Strich, der signalisiert, daß der vorausgegangene Vokal nicht kurz, sondern lang ausgesprochen wird
Zeichentabelle des Katakana

















