Ehrenkodex
Die genauen Verhaltensregeln führten zu einem Ehrenkodex und waren die wichtigsten Ideale des Kriegerstandes. Gegen Ende der Sengoku-Periode ließ man sie schriftlich festhalten.
Wesentlicher Bestandteil des Bushido waren die "Sieben Tugenden des Samurai"
Gi Die rechte Entscheidung aus der Ruhe des Geistes.
Yu Mut, Tapferkeit und Heldentum.
Jin Das Mitleid, die Liebe und das Wohlwollen gegenüber der Menschheit.
Rei Die Höflichkeit und das rechte Verhalten.
Makoto Die vollkommene Aufrichtigkeit.
Meiyo Ruhm und Ehre
Chugi Pflichtbewusstsein, Loyalität und Hingabe
Ein wahrer Samurai sollte frei von jeder Angst sein und keinen Grund haben, krampfhaft am Leben festzuhalten. Für ihn ist es gleichgültig, ob heute oder morgen sein letzter Tag ist. Seine Bereitschaft zu töten, sollte ebenso gefestigt sein, wie seine Bereitschaft selbst in den Tod zu gehen. Seinem Herrn treu zu dienen und ihn mit dem eigenen Leben zu verteidigen, sein Leben auf dem Schlachtfeld Ruhm- ung Ehrenvoll zu beenden, galt als das höchstes Ideal.
Uesugi Kenshin, Samurai und Feldherr im 16. Jahrhundert, ermahnte seine Gefolgsleute:
"Die am Leben haften, werden sterben, und die den Tod verachten, werden Leben. Auf das Innere kommt es an. Schaut hinein in das Innere, haltet es fest, und ihr werdet erfahren daß in euch etwas lebt, das jenseits von Geburt und Tod besteht und weder im Wasser ertrinken noch im Feuer verbrennen kann. Ich selbst habe die Erkenntnis dieses Samadhi* gewonnen und weiß, was ich euch sage. Wer sein Leben nicht hingeben und den Tod nicht erwählen mag, ist kein wahrer Krieger."
*( Samadhi: wörtl. "Fest-zusammen-gefügtsein"; eine überbewußte Erfahrung, die über das rationale Denken hinausgeht; eine tiefe innere Erkenntnis)













